6 Tipps, wie Sie unter Stress souverän argumentieren

Wer ankommen will, braucht Wertschätzung, Förderer und Entwicklungschancen.

Gestern noch Uni, heute Unternehmen. Wenn sich das Umfeld ändert, ändert sich auch die Gesprächskultur. Und wenn der Druck steigt, schlägt die Stunde der „Heißsporne“, die scharf argumentieren und Gesprächspartner mitunter durch selbstverliebte Monologe oder unsachliche Angriffe deklassieren.

 

Was Sie tun können, um gelassen und souverän zu argumentieren, erfahren Sie hier:

Gegenfragen gegen pauschale „Worthülsen“
Pauschale „Worthülsen“ lassen sich durch Gegenfragen entkräften. Fragen Sie bei Behauptungen, die Ihnen nicht logisch erscheinen, konkret zurück. „Worauf stützen Sie Ihre These?“ Oder: „Können Sie mir ein konkretes Beispiel für … nennen?“ Sollte die Situation ins Stocken geraten, könnte vor einer notwendigen Entscheidung diese Frage helfen: „Welche Kriterien, Herr X, sind für Ihre Entscheidung wichtig? Sind das technologische oder kundenorientierte Fakten?“

Standard-Rückfragen gegen Pauschal-Vorwürfe
Pauschal-Vorwürfen begegnet man mit Standard-Rückfragen: „Womit begründen Sie Ihre Vermutungen?“ Der Redner muss dann Farbe bekennen. Je konkreter Sie zurückfragen, desto besser wird Ihre Situation.

Machtmenschen und Selbstdarsteller überzeugen
Auf dem „Jahrmarkt der Eitelkeiten“ können Sie als Berufseinsteiger am besten mit der Überzeugungsstrategie und mit Fakten punkten. Wenn Ihre Vorschläge nach dem Motto kritisiert werden „Das sehen Sie falsch, da macht die Produktion nicht mit!“, dann nutzen Sie die W H I D-Methode (Was Habe Ich Davon? Welcher Bereich profitiert von was?) und bringen Sie Ihre Nutzenargumente ruhig, klar und sachlich auf den Tisch. Wenn der Selbstdarsteller dann ewig monologisiert, fragen Sie erneut und gezielt nach: „Das klingt interessant. Was sind für Sie in diesem Vorgang die beiden wichtigsten Punkte?“

Verbale Spielchen meiden
Steigen Sie nicht auf verbale Spielchen ein. Sachargumente und Fakten (Erkenntnisse, z. B. aus anderen Projekten) sorgen für belegbares Wissen, für eine innere Gelassenheit und für einen Durchbruch in der Diskussion. Bleiben Sie freundlich, aber bestimmt. Stellen Sie sich auf Ihr Gegenüber ein, aber lassen Sie unsachliche Attacken an sich „abperlen“.

Brückensätze als psychologische Puffer
Brückensätze eignen sich perfekt als psychologische Puffer, zum Beispiel mit Aussagen wie:
„Sie haben offensichtlich Bedenken, was die Umsetzung des Vorschlags angeht.“ „Was stört Sie an dem Konzept / an dem Vorschlag?“ Oder: „Welchen Vorschlag haben Sie?“ Leiten Sie die negative Energie des dominant wirken wollenden Gegenübers von sich weg und zur Sache hin. Bringen Sie Ihren Gesprächspartner dazu, konkret zu werden.

Wer innerlich stabil ist, kann auch äußerlich überzeugen.
Wenn Sie überzeugt sind von Ihrem Projekt, Ihrer Ausarbeitung und Ihrer Recherche, dann präsentieren Sie Ihre Idee, Ihre Vorschläge klar, ziel- und nutzenorientiert. Präsentieren Sie damit auch sich selbst. Und: Adressieren Sie Ihre Botschaft in erster Linie an die wohlwollenden Kollegen und Vorgesetzten. Auch ein gutes Netzwerk im Unternehmen bringt Sie dabei weiter!