Generation Y — wie wir uns sehen

Wenn wir das Wort Generation Y hören, wissen wir zwar, wer damit gemeint ist – nämlich wir – aber nicht unbedingt, was damit gemeint ist.

In Artikeln über die Generation Y steht meistens: Familie ist wichtiger als Beruf; Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist; hoffnungslose Optimisten; Geld und Sicherheit spielen im Beruf keine so große Rolle mehr; Freiheit wird groß geschrieben, und ob Kinder in die Planung passen, zeigt sich eben ganz spontan.

Klingt doch eigentlich gar nicht so verkehrt. Aber wo sehen wir uns, die jungen Leute, die 1980, 1986, 1990, 1994 usw. geboren sind?

Ständig wird uns gesagt, dass wir die Welt zu rosarot sehen, zu optimistisch an die Sachen herangehen und ganz besonders schlimm, wie sehr wir doch von uns selbst überzeugt sind. Nein, so etwas aber auch, das geht ja gar nicht. Natürlich sehen wir, dass um uns herum eine Krise die andere jagt, dass die Politik sich immer mehr uns, dem Volk, anpassen muss, um überhaupt noch eine Chance zu haben, irgendwie mitregieren zu können, und dass die Kindergärten immer leerer werden, da wir zu wenig Kinder produzieren. Aber wo liegt das Problem, liebe Generation X?

Für uns mag Arbeit und Sicherheit nicht mehr an erster Stelle stehen, ja, aber wir lieben nun einmal unsere Freiheit. Wir lieben es, zu reisen und unabhängig zu sein.

 

Natürlich ist es schwer, wenn sich jeder von uns für etwas Besseres hält. Natürlich ist es schwer, sich von jemand anderem rumkommandieren zu lassen. Aber macht uns das nicht auch stark? Jeder von uns meint, genau zu wissen, wo es lang geht und wer was zu tun hat. Und wir müssen tagtäglich lernen, genau damit umzugehen.

Ja, Bildung steht für uns ganz oben. Immer mehr von uns wollen Abitur machen und danach möglichst zur Uni. Aber solltet ihr nicht stolz darauf sein? Auf uns, die neue Generation, auf die sich jeder Personalchef einstellen muss: zu verwöhnt, selbstverliebt und größenwahnsinnig? Für uns mag Arbeit und Sicherheit nicht mehr an erster Stelle stehen, ja, aber wir lieben nun einmal unsere Freiheit. Wir lieben es, zu reisen und unabhängig zu sein. Südostasien ist jetzt voll im Trend, Australien Oldie but Goldie – und Amerika immer noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Aber auch einmal quer durch Europa ist voll angesagt. Leute, lasst uns die Welt entdecken. Lasst uns da rausgehen und sehen, was abgeht.

Zukunft

Unsere Zukunft sollte fröhlich sein, glücklich und zufrieden.

 

Kinder

Natürlich wollen wir irgendwann Kinder. Aber davor wollen wir die Welt entdecken, Party machen, frei sein, Karriere machen, unsere eigenen Pläne verfolgen. Aber dann kommen die Kinder, 2, 3, 4 ... mal sehen, wie groß das Loft wird.

Haus

Auch wir haben den Traum vom eigenen Haus mit Hund, Auto und Garten. Nur eben ein bisschen größer, moderner. Eventuell könnte sich dieses Haus auch im Ausland befinden. Mal sehen.

Karriere

Karriere ist wichtig, wozu machen wir denn Abi und studieren? Aber es muss eben auch der passende Job sein. Führungsposition, Abteilungsleiter, Coach ... so etwas muss es schon werden. Es soll ja schließlich Spaß machen.

Lasst uns nicht verstecken, lasst euch nicht verbiegen. Bei uns läuft es, und zwar vorwärts - und nicht rückwärts und bergab - das Leben ist hart, aber Life is a party!

 



 

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