... grün, grün, grün ist alles was ich mag.

Green food als Fitness-Booster

Grüne Smoothies: Sie schmecken nicht nur unglaublich lecker, sie sind auch der Power-Booster schlechthin und somit DER Knaller für den den Uni-Alltag. Ob hinter Popeye’s berühmtem Spinat durchaus mehr steckt, als es die Geschichte vielleicht vermuten lässt und was sonst noch so in dem grünen Zaubertrank steckt – wir verraten es euch!

 

Green Smoothie – was ist das überhaupt?

Grüne, gesunde Smoothies sind vor allem eines: frisch. Die in Plastikflaschen abgepackten Varianten aus dem Supermarkt können gegen den grünen Mix aus dem heimischen Mixer allerdings einpacken. Hauptbestandteil der Vitaminbomben ist grünes Gemüse, wie beispielsweise Spinat, Rucola-Salat oder Sellerie. Obst wird hier nur zu kleinen Teilen hinzugegeben und dient dazu, den meist bitteren Geschmack etwas zu neutralisieren. Zu guter Letzt sollte in einem optimalen grünen Smoothie Mineralwasser, Leitungswasser oder  - für den Extrakick Gesundheit - Kokoswasser enthalten sein.

 

Warum sind Green Smoothies so gesund?

Ein grüner Smoothie enthält eine große Bandbreite an Vitaminen, Mineralien und Wirkstoffen, die dem Körper gut tun. Diese Form der Nahrungsaufnahme ist eine der gesündesten, da hier die Nährstoffe in ihrer natürlichsten Form aufgenommen werden. Da der Smoothie nicht erhitzt wird, bleiben alle gesunden Stoffe erhalten. Auch kann der Körper die vielen Nährstoffe, die der grüne Smoothie enthält, schnell aufnehmen, umwandeln und nutzen, da das gründliche Mixen die Zellwände von Obst und Gemüse aufbricht und sich der Körper so die anstrengende Verdauungsarbeit sparen kann. Übrigens: In den Blättern von Karotten, Rote Bete, Kohlrabi und Radieschen ist der Eiweiß-, Mineralstoff- und Vitamingehalt wesentlich höher als in den Rüben oder Knollen selbst. Die Blätter der roten Bete enthalten beispielsweise dreimal so viel Eisen und Magnesium, sechsmal so viel Vitamin C, siebenmal so viel Calcium und fast 200mal soviel Vitamin A, als die Knolle der Roten Bete selbst.

 

Einmal Hintergrundwissen bitte!

Ein Smoothie mit grünem Blattgemüse steckt voller gesunder sekundärer Pflanzenstoffe und Chlorophyll. Chlorophyll entsteht dadurch, dass die Pflanzenzellen, die sogenannten Chloroplasten, Kohlendioxid und Wasser in Stärke umwandeln, also quasi Sonnenlicht in Energie umsetzen. Wenn wir also Chlorophyll durch Kauen oder Trinken aufnehmen, führen wir uns sozusagen “flüssiges Sonnenlicht“ zu – kleine Helferchen für Kraft, Ausdauer, mehr Energie und eine höhere Konzentrationsfähigkeit.

 

Ein Motor für den Körper

In unserem Körper laufen unzählige chemische Reaktionen ab. Manche dieser Reaktionen beginnen nicht von alleine, denn die zum Start der Reaktion notwendige Aktivierungsenergie ist nicht vorhanden. Hierfür benötigt der Körper Katalysatoren und Enzyme sind solche Biokatalysatoren. Frisches Obst und Gemüse ist sehr reich an Nahrungsenzymen. Wenn sie jedoch erhitzt werden, zersetzt sich ihre Struktur und sie sind nicht mehr zu gebrauchen. Daher ist ein grüner Smoothie einer der besten Quellen für Nahrungsenzyme und somit eine Art Motor für unseren Körper.

 

Grüner Smoothie, ideal für das Säure-Basen-Gleichgewicht

Über den Tag verteilt, nimmt der Körper viele verschiedene Nahrungsmittel auf. Diese müssen verdaut werden, wobei verschiedene chemische Prozesse ablaufen. Damit der Körper in einem Gleichgewicht ist und bleibt, darf man nicht zu viele  sauer reagierende Nahrungsmittel zu sich nehmen, denn diese wirken sich nachteilig auf den Stoffwechsel des Körpers aus. Grünes Blattgemüse gilt als eine der “top basischen” Nahrungsmittel, wohingegen übliche Nahrungsmittel, wie Fleisch, Wurst, Fisch, viele Nüsse und einige Fruchtarten den “sauren Nahrungsmittel” zugeordnet werden. Um also ein dauerhaftes Säure-Base-Gleichgewicht zu erhalten und halten, ist ein Smoothie mit grünem Blattgemüse die Lösung.


Ballaststoffe

In grünem Blattgemüse stecken außerdem viele unverdauliche Ballaststoffe, kleine Helferchen die man sich wie kleine Schwämmchen vorstellen kann. Wenn diese durch den Verdauungstrakt wandern, reinigen sie die Organwände und sorgen dafür, dass die Giftstoffe schnell ausgeschieden werden. Gleichzeitig fördern sie die Darmaktivität und vermindern das Diabetesrisiko, da sie den Blutzuckerspiegel senken. Ballaststoffe stärken zudem unsere Abwehrkräfte, und beugen verschiedenen Krebsarten vor.

 

Wer hatte die Smoothie-Idee?

Ja, wer hat’s erfunden? Die Mutter der grünen Smoothies ist Victoria Boutenko. Ihre Familie hatte mit allerlei chronischen Krankheiten zu kämpfen. Auf der Suche nach einem natürlichen Immunbooster fiel Boutenko auf, dass Menschen im Gegensatz zu Schimpansen kaum Blattgrün essen, obwohl genau dort die meisten hochkonzentrierten Vital- und Nährstoffe stecken. Da Grünes oft bitter schmeckt, kombinierten die cleveren Äffchen das Blattgemüse mit süßem Obst – tricky!  2004 machte Boutenko es ihnen nach: Blätter, Früchte und Wasser, alles ab in den Mixer und der grüne Smoothie war “geboren”.

 

Wie gelingt’s?

Das A und O ist ein guter Hochleistungsmixer, denn so werden alle Pflanzenteile komplett aufgespalten, mit den anderen Zutaten ideal vermischt, und quasi vorgekaut. Sie sind leichter verdaulich und können so schneller in Energie umgesetzt werden. Vor allem wird der Smoothie durch einen Hochleistungsmixer viel cremiger und schmackhafter. Zusätzlich ist eine kurze Pürrier-Zeit bei hoher Leistung sehr wichtig, weil tatsächlich bei längerem Mixen Wärme entsteht und so wiederum Nährstoffe verloren gehen. Um mehr Abwechslung hineinzubringen, kann man neben den vielen Obstsorten, beliebige Superfoods wie Aronia, Macca, Weizengras oder Gerstengras hinzugeben. Aber auch Nussmilch und Wildkräuter aus dem Garten, wie Brennnessel, Giersch und Löwenzahn sind geeignete Kandidaten für einen leckeren Smoothie. Bei den Zutaten sollte sich jedoch die Faustregel, 70 Prozent Gemüse und Blattsalate, 30 Prozent Obst, hinter die Ohren geschrieben werden.


Und: Je grüner das Obst, desto besser. Bananen und Co. landen also möglichst grün im Einkaufskorb. Der morgendliche Coffee-to-go wird von nun an also gegen einen Becher mit quietschgrünem Getränk eingetauscht und zack, der Uni-Alltag kann dir nichts mehr!

 

Rezept-Idee: Grüner Bananen-Smoothie

Für ca. 1,5 l:
1 reife, große Banane
2 süße Äpfel
2 Stiele Petersilie
2 Handvoll Babyspinat
1/4 – 1/2 l Wasser

 

So funktioniert es:

1. Banane schälen und in Stücke zerteilen. Stiele von den Äpfeln entfernen. Äpfel vierteln (Kerne und Kerngehäuse werden mitverwendet). Petersilie grob zerkleinern.
2. Erst Früchte, dann Gemüse in den Mixer geben, mit Wasser auffüllen. Die Wassermenge ist variabel und hängt davon ab, wie flüssig du deinen Smootie magst. Als Richtwert: Den Mixerinhalt bis zur Hälfte mit Wasser auffüllen.
3. Beginne mit der niedrigsten Drehzahl, und steigere diese, sobald das Schneidwerk des Mixers Früchte und Pflanzen voll erfasst hat und zu zerkleinern beginnt. Die Pürrierzeit hängt von der Drehzahl deines Mixers ab – pürriere so lange bis alles fein zerkleinert ist. Achtung: Durch zu langes Mixen wird der Smoothie warm und schmeckt dann nicht mehr so gut.
4.  Endlich - Zurücklehnen & genießen!