Webentwickler, Softwareentwickler & Data Scientist

Erkenntnisse aus Daten gewinnen und Websites, Apps oder Software konzipieren und entwickeln

Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran. Es ist die Zeit der IT-Spezialisten und Datenwissenschaftler.

Denn diese Berufsbilder stehen unangefochten hoch im Kurs - bei Bewerbern wie Arbeitgebern. Mehr und mehr gehen Unternehmen dazu über, ihr Marketing nahezu komplett ins Internet zu verlegen, ihre Produkte online anzubieten oder Geschäftsprozesse mit innovativen Technologien zu optimieren. Fakt ist: Viele Unternehmen benötigen digitales Know-how, um mit der Digitalisierung Schritt halten zu können. 

 

Data Scientist (Datenwissenschaftler)
Der Herr der Daten, er bewahrt den Überblick und bringt Licht ins Dunkel des Datendschungels: der Data Scientist oder eben in Deutsch Datenwissenschaftler. Dieses Berufsbild ist von Business Analysten und Data Analysten zu unterschieden, da es verschiedene Ausrichtungen im großen Bereich der Daten gibt.
 
Wenn Du ein angehender Experte im Bereich Data Science bist, führst du verschiedene Datenquellen von Unternehmen und Organisationen zusammen, explorierst diese Daten und entwickelst so Ideen, um diese gewinnbringend weiter zu nutzen. Die Wissenschaft der Daten macht hier aber keinen Halt. Im nächsten Schritt werden die Daten mithilfe von wissenschaftlichen Methoden untersucht und vor dem Hintergrund einer Aufgabenstellung zur datengestützten Lösung eines konkreten Problems genutzt. Dies kann beispielsweise in der Unterstützung der Geschäftsführung bei strategischen Fragen, bei der Effizienzsteigerung der Produktion oder in der Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung im Rahmen eines Technologie-Projekts erfolgen.

Immer steht die Frage im Raum, wie aus umfangreichen Daten Erkenntnisse gewonnen werden können und wie diese Erkenntnisse den Fachabteilungen und der Geschäftsführung am besten präsentiert und vermittelt werden. Als Data Scientist sind Sorgfalt und Verantwortung Pflicht und eine hohe Kommunikationsfähigkeit ist dabei die Kür. Denn hier wollen Daten gründlich auf ihre Vollständigkeit, Korrektheit, Relevanz und Verständlichkeit überprüft werden. Dies beinhaltet ebenfalls die Aufbereitung der Daten zu Präsentationszwecken. Aus diesem Grund arbeitet der Data Scientist in der Regel eng mit dem Management des Unternehmens und unterschiedlichen Fachabteilungen zusammen - je nachdem wie die konkrete Fragestellung aussieht, die beantwortet werden soll, und wem die Ergebnisse präsentiert werden sollen.


Was sollte ein Data Scientist können/wissen?

  • Fundiertes und umfangreiches Wissen in den Bereichen lineare Algebra, Statistik, Programmierung, Systemarchitekturen, Business-Intelligence-Applikationen, Datenstrukturen und -modelle
  • Hohe Kommunikationsfähigkeit und Lernbereitschaft
  • Forschungsdrang, Koordinationstalent, analytisches Arbeiten
  • Breit gefächertes Businesswissen und wirtschaftliches Denken (Betriebswirtschaftslehre/ BWL)

Typische Aufgaben:

  • Erkenntnisse aus großen Datenmengen gewinnen und Handlungsempfehlungen ableiten
  • Nutzung von innovativen Analysetools und Erstellung von Datenbankabfragen
  • Bildung von Hypothesen auf Basis der Daten sowie Prüfung der Hypothesen mit statistischen Mitteln
  • Vermittlung und Präsentation der gewonnenen Erkenntnisse zur Optimierung von Geschäfts- und Arbeitsprozessen 

 

Frontend-Entwickler (auch Frontend Developer, Webentwickler)
Das tägliche Brot verdient sich ein Frontend-Entwickler mit der Optimierung der Darstellung von Webseiten und Applikationen. Er beschäftigt sich damit, das Layout so umzusetzen, dass alle Inhalte auf allen Endgeräten korrekt dargestellt werden. Mitunter übernimmt er auch die clientseitige Programmierung und die Einbindung von Skripten. Kundenseitig bezieht sich hier auf das, was vom Nutzer (Client) gesehen wird, also der Browser zum Surfen im Netz. Die Vielzahl an Browsern und Endgeräten und das Mediennutzungsverhalten machen es erforderlich, dass die Darstellung optimiert wird. Skripte nutzt der Frontend-Entwickler, um das Verhalten der Website oder Applikation im Browser bzw. dem jeweiligen Endgerät zu definieren.

In größeren Unternehmen arbeitet der Frontend Entwickler sowohl eng mit Backend-Entwicklern als auch mit Webdesignern oder Interaktionsdesignern zusammen. In kleineren Betrieben heißt es deshalb häufig: Du bist doch die “One-Man-Show”. Denn hier kann es vorkommen, dass der Frontend-Entwickler auch gleich die Funktion des Backend-Entwicklers und des Webdesigners übernimmt. In diesem Fall sind Multitalente gefragt - das heißt, der Frontend-Entwickler tanzt auf verschiedenen Hochzeiten und entwickelt alles aus eigener Feder, bis das digitale Produkt aka Website alle Stakeholder zufriedenstellt.

Und was muss ein Frontend-Entwickler alles können?

  • Umfangreiche Kenntnisse in HTML, CSS, JavaScript
  • Kenntnisse in PHP und Datenbanksystemen
  • Strukturiertes Arbeiten und analytisches Denken
  • Kommunikations-, Lern- und Teamfähigkeit
  • Auf dem neuesten Stand der Technik sein


Typische Aufgaben: 

  • Erstellung von Layouts und Mockups (Vorführmodelle) zur Darstellung von Websites
  • Definition des Website-Verhaltens mithilfe von CSS und JavaScript
  • Umsetzung von Designs, User Flow Charts und Usability-Konzepten (gemeinsam mit Web- und Interaktionsdesignern) 
  • Einbindung von Servern, Datenbanken und Skripten (in Kooperation mit Backend-Entwicklern)

 

Backend-Entwickler (auch Backend Developer, Webentwickler, Fachinformatiker)
Die Technologie und die Programme, die im Hintergrund auf dem Server laufen und die ein Benutzer nicht zu Gesicht bekommt, werden Backend genannt. Das Backend ist das Revier vom Backend-Entwickler. Der Backend-Entwickler kümmert sich darum, dass die vom Client-Programm angefragten Daten und Dienste zur Verfügung gestellt werden. Also quasi um alles, was hinter den Kulissen passiert. Ein Backend-Entwickler muss so einiges auf dem Kasten haben.

Was muss ein Backend-Entwickler alles können?

  • Programmiersprachen wie Java, C++ und C#. Oft werden noch weitere Sprachen und Frameworks verwendet 
  • Kenntnisse in relationalen Datenbanken und Datenbanksprachen wie zum Beispiel SQL oder XQuery 
  • Kenntnisse in serverseitigen Programmiersprachen wie PHP, Python, Node.js oder Ruby on Rails
  • Kenntnisse des HTTP-Protokolls und der REST-Architektur
  • Strukturiertes Arbeiten und analytisches Denken
  • Kommunikations-, Lern- und Teamfähigkeit

Typische Aufgaben:

  • Konzeption, Umsetzung und Betreuung von serverseitigen Anwendungen und Programmen
  • Programmierung und Konfiguration von Datenbanken
  • Konfiguration und Wartung von Servern 
  • Implementierung von Schnittstellen zur Steuerung der Darstellung und des Verhaltens von Websites und Apps (in Kooperation mit Frontend Entwickler oder Webdesigner)

 

Full Stack-Entwickler
Als Full-Stack-Entwickler bist du der Allrounder unter den Entwicklern. Er ist in vielen Gebieten der Software- und Web-Entwicklung bewandert und nimmt genau deswegen häufig eine begleitende oder überwachende Funktion ein. Wenn es dein Plan ist, als Full Stack Developer durchzustarten, solltest du über ein breites Wissens- und Fähigkeitsspektrum verfügen. Denn nahezu alle Aufträge, die sich mit Software- oder Webentwicklung beschäftigen, solltest du bearbeiten können. Auch mobile Apps oder Datenbanken zählen dazu. Und vor allem ist die Beherrschung von unterschiedlichen Sprachen und Frameworks notwendig.

Häufig unterstützt der Full Stack Developer die Leitung von Projekten und analysiert die Anforderungen zur Umsetzung eines Programmes. Er übernimmt infolgedessen häufig die Planung, die Programmierung und das Testen von Software, Anwendungen und Applikationen. Durch sein breit aufgestelltes Skill-Set und sein tiefes Verständnis von Technologie kann er alle Bestandteile von Software, Anwendungen und Applikationen umsetzen.

Hierzu gehört auch die Fehlersuche in Systemen, die Administration oder das Management von komplexen Projekten, die möglicherweise mehrere Programmiersprachen, Frontend- und Backend-Entwicklung vereinen. In der Unternehmenspraxis fungiert er zudem als Berater anderer Entwickler und Programmierer. Generell kann es auch vorkommen, dass der Developer mit anderen Fachbereichen zusammenarbeitet, die seine Beratung benötigen. Der Allrounder aka Full Stack Entwickler muss so einiges an Know-how mitbringen.


Was muss ein Full Stack-Entwickler alles können?

  • Umfassende Kenntnisse in Programmierung und Webentwicklung
  • Beherrschung verschiedener Programmiersprachen und Frameworks
  • Kenntnisse im Anforderungsmanagement und der Analyse von Kundenanforderungen
  • Strukturiertes, eigenverantwortliches Arbeiten und analytisches Denken
  • Kommunikations-, Lern- und Teamfähigkeit
  • Starke Affinität für innovative Technologien und Tools


Typische Aufgaben:

  • Anforderungsanalysen und Management von Kundenanforderungen
  • Planung und Begleitung von komplexen Software- und Webprojekten in Abstimmung mit der Projektleitung
  • Konzeption und Umsetzung von Programmierarbeiten, die ein übergeordnetes Verständnis verschiedener Anwendungskomponenten voraussetzen
  • Aufsetzen von Testumgebungen und Testläufen
  • Zusammenarbeit mit Webdesignern, Software-Entwicklern sowie Frontend- und Backend-Entwicklern

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