Telefonangst überwinden ist gar nicht sooo schwer, aber du musst dich deiner Angst stellen.

Angst vorm Telefonieren? Tipps gegen die Angst vorm Hörer aka Telefon-Phobie

Du schreibst lieber Emails und legst dir Ausreden immer genau zurecht, um bloß nicht telefonieren zu müssen? Vielleicht ist der Ansprechpartner gar nicht da, hat keine Zeit und eigentlich möchte man ja auch nicht stören. Wer unter der Telefon-Phobie leidet, kennt das: Man findet immer einen Grund, das Telefon lieber liegen zu lassen.  

Das Telefonieren gehört in vielen Berufen jedoch dazu. Für die meisten Menschen stellt das auch kein Problem dar, wiederum andere bekommen schon beim Klingeln des Telefons schwitzige Hände und Herzrasen. Diese Telefon-Phobie kann viele Gründe haben. Gerade im Zeitalter von Social Media, fällt es vielen schwerer zu telefonieren als eine einfache Text- oder WhatsApp-Nachricht zu verschicken. Mit Hilfe der folgenden Tipps kannst auch du deine Angst überwinden und das ungute Gefühl beim Telefonieren loswerden. 

 

5 Tipps, um die Telefon-Angst zu überwinden 

 

Such dir Unterstützung und Rat:
Ängste können bei jedem unterschiedlich ausgeprägt sein. Grundsätzlich ist es etwas Menschliches und nichts, wofür man sich schämen sollte. Ganz im Gegenteil, versuch diese Ängste zu thematisieren und suche dir Hilfe und Rat bei Freunden, der Familie oder auch Kollegen. Im besten Fall triffst du auf Verständnis und Hilfsbereitschaft und lässt dir Tipps, Ideen und Ermunterung geben. 

 

Versuch eine Routine für dich zu entwickeln: 

Telefonier so oft wie möglich! Es wird dich wahrscheinlich anfangs viel Überwindung kosten, doch sobald du eine Routine für dich entwickelt hast und du dich deiner Angst stellst, wird es besser. Durch das Vermeiden von Telefonaten, breitet sich die Angst weiter aus. In diesem Prozess geht es darum festzustellen, dass Telefonate keine negativen Konsequenzen mit sich bringen und die Ängste und Unsicherheiten, die du dir vielleicht nur einredest, gar nicht vorhanden sind. Sobald du mehr telefonierst und selbst feststellst, dass Telefonate gut verlaufen, wirst du das ungute Gefühl los und du selbst sicherer! 

 

Druck reduzieren:

Wenn du deine Angst anpacken willst, solltest du am Anfang versuchen den Druck zu reduzieren und keinen zusätzlichen Stress aufzubauen. Du könntest damit anfangen, zunächst privat mehr mit Freunden und Bekannten zu telefonieren. Wenn du einen Schritt weiter gehen willst, kannst du dir ein angenehmes und entspanntes Umfeld schaffen, indem du es dir Zuhause gemütlich machst. 

 

Vorbereitung ist alles: 

Die größte Angst bei Menschen, die sich beim Telefonieren unwohl fühlen, ist meist damit verbunden, Fragen nicht beantworten zu können und zu denken, dass der Gesprächspartner negativ reagiert. Die richtige Vorbereitung kann da helfen. Welche Informationen benötigst du und was ist das Ziel des Gesprächs? Mach dir am besten eine Liste mit Punkten, die du besprechen möchtest. Das wird dir bei möglichen Rückfragen helfen, da du die entsprechenden Antworten schon parat hast. Zudem bietet dir eine solche Liste einen Rahmen für das Gespräch - so kannst du souverän kommunizieren

 

Worst Case durchspielen:

Was ist das schlimmste, was dir passieren könnte? Versuch deine möglichen Ängste schriftlich festzuhalten und diese zu reflektieren. Indem du deine Ängste konkretisierst, wird es dir leichter fallen damit umzugehen. Manche Ängste und mögliche Szenarien, sind oft nur in unserem Kopf und eher abwegig als real. Um dich deiner Angst zu stellen, kann es helfen deine Angst nicht nur zu reflektieren, sondern auch konkrete Lösungen zu finden und dir damit mehr Sicherheit zu geben.

 

Tipps zum Telefonieren: Richtig Telefonieren


Mach dir einen Plan:

Du weißt, dass dich am Nachmittag ein Telefongespräch erwartet. Schon den ganzen Tag über fühlst du dich unwohl, würdest den Call am liebsten verschieben. Gerade in solchen Momenten kannst du diesem schlechten Gefühl durch gute Planung entgegenwirken. Welche Punkte sind wichtig, was willst du ansprechen und was ist das Ziel des Telefonats. Am besten erstellst du dir dazu eine stichpunktartige Liste, die du dann parallel dazu abarbeiten kannst. Auf diese Weise kannst du auch das Gespräch protokollieren, um für den nächsten Call perfekt vorbereitet zu sein.  

 

Sei informiert:

Bereite dich auf das Gespräch vor und rechne mit Rückfragen. Wenn der Kunde etwas nachfragt, solltest du darauf antworten können. Bereite Daten und Fakten vor, um entsprechend auf Fragen antworten zu können. Manche Themen muss man vorab recherchieren, um adäquat darauf antworten zu können. Mit steigender Berufserfahrung wirst du merken, dass du inhaltlich immer besser vorbereitet bist und du vieles "aus dem Handgelenk" schütteln kannst, weil es zu deiner Berufserfahrung gehört. 

 

Versicher dich, dass du nicht störst:

Bevor du deinen Gesprächspartner aus dem Konzept bringst und ihn bei seiner Tätigkeit unterbrichst, solltest du dich vergewissern, ob dieser Zeit hast und sich mit deiner Anfrage beschäftigen kann. Sichere ab, dass du nicht störst. Besser ist es, nach einem Zeitfenster zu fragen und einen Termin verbindlich zu vereinbaren. So kann sich dein Gesprächspartner ideal vorbereiten und auf das Gespräch mental einstellen, damit du seine volle Aufmerksamkeit hast. 

 

Smalltalk: 

Smalltalk hilft dabei das Eis zu brechen und eine Verbindung aufzubauen. Gerade bei Gesprächspartnern, zu denen du schon mal Kontakt hattest, solltest du dir die Zeit nehmen und ein kurzes Gespräch führen. Es wirkt höflicher als das Gespräch direkt mit dem eigenen Anliegen zu beginnen.

 

Fasse dich kurz:

Versuch kurz und prägnant zu sagen, warum du anrufst und komm nicht mit langen Erklärungen und Details vom eigentlichen Anliegen ab. Dein Gesprächspartner sollte die Möglichkeit haben zu reagieren. Kurzum: In der Kürze liegt die Würze!

 

Lösungen statt Probleme: 

Gerade im Kunden-Kontext reicht es nicht aus, die Problematik allein darzustellen, sondern auch eine Lösung zu liefern. Versuch kundenorientierte Alternativen aufzuzeigen, um dann auch gemeinsam auf die Lösung des Problems hinzuarbeiten. Sei konstruktiv und mache Vorschläge für mögliche Lösungen oder sprich Empfehlungen aus, wie du und deine Kolleginnen das Problem lösen würden.

 

Zeig Verständnis:

In Momenten der Unsicherheiten, können Kunden auf die Bestätigung ihrer Meinung aus sein. Versuch Verständnis zu zeigen, indem du eine verbale Übereinstimmung schaffst und der Kunde sich wohl fühlt. Dabei geht es nicht nur um den Wohlfühlfaktor, sondern auch um gegenseitiges Verständnis. Es ist enorm wichtig, das beide Gesprächspartner sich verstehen und von ein und derselben Sache reden. 

 

Bleib professionell:

Versuch in jeder Situation professionell zu bleiben und dich nicht von Emotionen hinreißen zu lassen. Auch wenn in einem Gespräch negative Gefühle aufkommen sollten, darfst du nicht genauso emotional reagieren, sondern solltest versuchen die Situation zu lösen und kein Salz in die Wunde zu streuen.  

 

Lächel beim Sprechen:

Auch bei einem Gespräch, bei dem man den Gesprächspartner nicht persönlich vor sich stehen hat, sollte man beim Sprechen lächeln, denn das Lächeln beeinflusst deine Stimme. Auch wenn man es nicht sehen kann, so wird man es hören können. Das kann dir selbst helfen, positiv in das Gespräch zu gehen und lässt deine Stimme entspannter und positiver klingen. Setze also dein schönstes Lächeln auf und bleib positiv! 


Mach dir Notizen:

Wenn du nicht schon eine Liste mit den wichtigsten Punkten hast, solltest du immer einen Zettel und Stift beim Telefonat bereit halten. Mach dir Notizen und schreibe die wichtigsten Punkte aus dem Gespräch auf. Sollten noch weitere Termine oder Wünsche folgen, kannst du diese verschriftlichen und besser planen. Wie bereits erwähnt, erleichtert dies auch die Protokollierung des Gesprächs - was wiederum eine gute Vorbereitung auf das nächste Gespräch ermöglicht.


Fass am Ende noch einmal zusammen:

Nach dem Telefongespräch solltest du dir nochmal einen kurzen Moment Zeit nehmen, alle Punkte zu sammeln und zusammenzufassen. Gerade in Bezug auf weitere Schritte und To-Dos ist es hilfreich, nochmal eine E-Mail an den Kunden zu senden, damit beide Seiten auf dem gleichen Level sind und keine Missverständnisse entstehen.

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