Fünf Argumente, wie du in der nächsten Gehaltsverhandlung punkten kannst.

Gehaltsverhandlungen: Höllisch gute Argumente für mehr Gehalt.

Gehaltsverhandlungen: Höllisch gute Argumente für mehr Gehalt.

Fünf Argumente, wie du in der nächsten Gehaltsverhandlung punkten kannst.

Die zarte Frühlingssonne scheint durch die Fenster, der Chef ist am Morgen schon fröhlich pfeifend durchs Büro geschlendert und der Kalender schreibt den 13. April. Das vergangene Projekt lief echt gut, auf jeden Fall um einiges besser als der Plan im neuen Jahr mehr Sport zu machen und weniger Süßes zu essen. Na, wenn das mal nicht der perfekte Tag für eine Gehaltsverhandlung ist.
Die Bedingungen sind laut unseres letzten Artikel auf jeden Fall GRANDIOS! Fehlen nur noch die h-ö-l-l-i-s-c-h guten Argumente, die deine gewünschte Gehaltsverhandlung im Nu durchwinken. Denn gute Argumente sind ein wesentlicher Faktor, wenn du mit deinem Chef über eine Gehaltserhöhung sprechen willst. Dabei ist auch dein Auftreten wichtig. Eine Grundregel besagt, dass du selbstbewusst, aber nicht überheblich dein Anliegen ansprichst. Bleib einfach sachlich, argumentiere mit Fakten und, wenn möglichh, sogar mit konkreten Zahlen, die du für das Unternehmen erreicht hast.

 

Fünf gute Argumente für mehr Gehalt

  1. Das Unternehmen macht durch mich mehr Umsatz und Gewinn!
    Damit ein Unternehmen langfristig erfolgreich ist, muss ein Unternehmen wirtschaftlich arbeiten. Wenn du aufzeigen kannst, dass du dazu deinen Teil beiträgst, bespielsweise einen neuen Kunden gewonnen hast oder ähnliches, ist das quasi DAS Argument für eine Gehaltserhöhung.
  2. Ich übernehme mehr und mehr Verantwortung!
    Du übernimmst neue Projekte, erweiterst die Bereiche, in denen du mit aktiv bist und trägst auch mehr Verantwortung, als das Gehalt ausgehandelt und festgelegt wurde? Dann ist dieses Argument eine sichere Bank in deiner Verhandlung. Denn mehr Verantwortung sollte sich in der Vergütung wieder finden.

  3. Ich habe mein Wissen erweitert!
    Hinter dir liegt eine Fortbildung? Du hast vielleicht dein technisches Wissen oder deine Fremdsprachenkenntnisse erweitert? Das sind gute Voraussetzungen, um dein Gegenüber von einer Lohnerhöhung zu überzeugen. Mitarbeiter, die Eigeninitiative zeigen und ihren Wissensschatz ständig erweitern und zusätzliche Qualifikationen erwerben, bauen Kompetenzen auf und bringen das Unternehmen voran.
  4. Ich liefere Taten und protze nicht mit leeren Worthülsen!
    Überstunden, Dienstreisen und langfristige Projekte zeichnen dein Engagement für das Unternehmen aus? Wer nicht nur leere Worte, sondern auch Taten für sich sprechen lassen kann, hat sehr gute Chancen, den Chef zu überzeugen. Taten und Engagement sollten aber auch zum richtigen Zeitpunkt kommuniziert werden. Nicht, dass dein Chef keine Zeit hat, das Gespräch verschieben will und dein Engagement in Vergessenheit gerät! Frag dich am besten selbst, ob die Gehaltsverhandlung für dich und deinen Chef einen guten Zeitpunkt darstellt.
  5. Ich bin ein Teamplayer!
    Ein gutes Betriebsklima ist das A und O erfolgreicher Unternehmen. Mitarbeiter, die Hand in Hand zusammenarbeiten, steigern die Produktivität und den Gewinn. Wenn du deine Kollegen unterschätzt, sie bei ihrer Arbeit förderst und zu besseren Leistungen motivierst, ist auch das ein guter Grund für eine Gehaltserhöhung.

Es erklärt sich ja von selbst, dass die von dir genannten Argumente auch passen müssen. Wenn du also keine Verantwortung übernimmst oder in den letztem Jahr nichts in Sachen Weiterbildung vorzuweisen hast, solltest du hiermit selbstverständlich nicht argumentieren.

Achtung, es gibt auch Argumente in denen du deinen Wunsch nach mehr Gehalt eher ins Nirvana katapultierst. Punkte wie mehr Geld für die Lebensunterhaltungskosten, ja vielleicht sogar einem Hausbau oder ähnliches, sind tabu! Schließlich soll der Chef davon überzeugt werden, dass die Leistung mehr wert ist als das bisherige Gehalt. Auch Leistungsvergleiche mit besserverdienenden Kollegen sind  kein gutes Argument. Um sich selbst in ein gutes Licht zu rücken und dabei andere als Mittel zum Zweck zu verwenden, ist echt uncool.

 

Was mache ich, wenn mein Chef gekonnt kontert? Bereite dich darauf vor!

Und dann wären da noch die Nein-Argumente deines Gegenübers. Wichtig ist, dass du sachlich bleibst und inhaltlich auf die Punkte eingehst. Tipp: Stück für Stück die Ausführungen hinterfragen,dabei ruhig und gelassen bleiben, um zu deinem ursprünglichen Anliegen zurückckzukehren.Dabei solltest du bei dir bleiben und nicht auf Nebelkerzen deines Gegenübers eingehen. Es geht schließlich um dein Gehalt und nicht das deiner Kollegen und Kolleginnen.

Verärgerung und gar sogar Wut würden bei einem argumentativen Gegenangriff nicht weiterhelfen. Weiter auf Zahlen und Fakten beziehen, die im best case natürlich vor der Gehaltsverhandlung recherchiert wurden. Das ist ohnehin sehr wichtig bei jeder Gehaltsverhandlung: die Vorbereitung. Du solltest relativ genau wissen, wie viel Gehalt bei deiner Position in der Branche üblich ist und wie es um das Unternehmen steht. Auch deine Erfahrungen und Kompetenzen spielen eine Rolle. Denn jede Gehaltsverhandlung lebt von den Rahmenbedingungen, in denen sich die Gesprächspartner bewegen und bewegen können: Dazu zählen das Unternehmen, die Branche, dein Chef und letztendlich du selbst, mit allem was du an Erfahrungen und Kompetenzen einbringst.