Mehr Fokus, mehr Produktivität - mit der 90-90-1-Regel

Wer kennt es nicht? Wichtige Projekte werden immer wieder auf die lange Bank geschoben. Heute schaffe ich es nicht! Aber morgen, ganz bestimmt! Aber am nächsten Tag klopft wieder ein “Ich-muss-jetzt-auf-der-Stelle-erledigt-werden-Problem” an der Tür und dem wichtigen Projekt vom Vortag wird wieder keine Beachtung geschenkt. Oder aber das E-Mail-Postfach quillt über und bedarf jetzt erstmal einer Runde Aufmerksamkeit. Und dann ist er wieder da, der Feierabend. Blöd gelaufen! Morgen?

Wie wäre es denn mal mit einer Zeitmanagement-Methode, die alles besser machen soll? Verpackt in eine Challenge macht es bestimmt gleich doppelt so viel Spaß! Na, einen Versuch ist es doch auf jeden Fall mal Wert! Are you ready?

 

Besseres Zeitmanagement mit der 90-90-1-Regel

90 Tage lang, die ersten 90 Minuten für 1 Aufgabe/Projekt nutzen. Das ist die Idee. Oberstes Gesetz: volle Konzentration, ohne jegliche Ablenkung, voller Fokus! 

Bei der 90-90-1-Regel handelt es sich um eine simple Zeitmanagement-Methode, in der es um mehr Produktivität am Arbeitsplatz geht. Die Idee hinter der Regel: Die wertvollsten Stunden des Tages für die wichtigste Aufgabe nutzen. Statt “carpe diem” heißt es jetzt “Nutze den Morgen”. Denn E-Mails lassen sich auch ganz wunderbar im Mittagstief bearbeiten und andere Aufgaben problemlos auf den Tag verteilen.

Die Idee stammt von Robin Sharma. Er ist ein kanadischer Buchautor und vor allem ein Produktivitäts-Guru.Woran liegt es, wieso ist die Idee der  90-90-1-Regel so grandios? Der Mix macht es: die vier Erfolgsfaktoren:

 

1. Keine Ablenkung

Chats- und E-Mail-Benachrichtigungen müssen ausgeschaltet werden. Push-Funktionen werden deaktiviert. Gleiches gilt für das Telefon, hier ist die Stummtaste dein Freund! Nix mit zwischendurch mal eben Facebook und Instagram checken. Es gilt: keine Ablenkung! Der volle Fokus steht im Mittelpunkt und das geht nur, wenn man nicht von rechts, links, oben und unten abgelenkt wird. Im best case weiß auch dein Team von deinem Ritual und lässt dich in Ruhe dein Ding machen!

 

2. Morgenstund hat Gold im Mund

Die ersten Stunden des Tages sind die Produktivsten. Die Primetime in Sachen Produktivität. Also, auch die beste Zeit, wichtige Aufgaben zu erledigen.

Unsere Körpertemperatur beginnt kurz vor dem Aufwachen zu steigen und mit ihr auch unsere Konzentration, Aufmerksamkeit und unsere kognitiven Fähigkeiten.
Hinzu kommt, dass der Körper von der Nacht perfekt ausgeruht ist, das Energielevel ist also auf dem Höhepunkt und man steckt voller Tatendrang. Last but not least: Bei vielen Menschen ist in den Morgenstunden die Willenskraft am stärksten. Und wenn etwas für das Bezwingen von wichtigen Aufgaben wichtig ist, dann ja wohl Willensstärke ;-)!
Genau deswegen, werden bei der 90-90-1-Regel die ersten 90 Arbeitsminuten des Tages genutzt. Klingt logisch! Hinzu kommt, dass das Büro in den frühen Morgenstunden häufig noch leer ist, Gespräche und Flurfunk können einen also nicht so schnell aus der vollen Konzentration reißen.

 

3. 90 Minuten, ein kleines Zeitfenster

90 Minuten ist ein überschaubares Zeitfenster, aber in ihnen steckt genug Zeit eine wichtige Aufgabe ins Rollen zu bringen oder gar komplett zu erledigen. Ein Zeitrahmen, bei dem man nicht gleich denkt: puuhh, so lange, dann ist ja der ganze Tag schon vorbei! Das Prinzip ähnelt der Salami-Taktik, bei der umfangreiche Aufgaben in kleine Teilaufgaben zerlegt werden.

Alles über die 1,5 Stunden hinaus wäre sogar demotivierend und würde letztendlich wahrscheinlich dazu führen, dass die Idee der Regel nach ein paar Tagen in der Vergangenheits-Kiste ruhen kann. 90 Minuten sind zu wuppen, eine Partie Fußball eben ;-)! Also: Timer stellen und los geht’s. Du wirst sehen, 90 Minuten hochkonzentriertes Arbeiten vergehen schneller als du “Ritual” sagen kannst.

 

4. Das Ritual

Laut Robin Sharma ist der Trick die Regel fest in den eigenen Alltag zu integrieren, es zur Gewohnheit werden zu lassen. Ein Ritual besteht aus festen Regeln und Abläufen. Ein Ritual hilft, Dinge in den Alltag zu integrieren. Wenn etwas immer und immer wieder gemacht wird, wird es zur Gewohnheit. Das ist das Ziel, die 90-90-1-Regel zur Gewohnheit werden zu lassen, quasi ins Blut übergehen lassen.

 

Zeitmanagement? Ok! Aber wieso ausgerechnet 90 Minuten?

Zum einen, wie eben schon erläutert, bei 90 Minuten handelt es sich um ein überschaubares Zeitfenster, was jeder wuppen und gut integrieren kann. Zum anderen sind 90 Minuten die Zeitspanne, in der wir uns maximal auf eine Sache konzentrieren können, ohne dass unser Gehirn eine Pause braucht.

Und es ist ganz gewiss herrlich, wenn die 90 Minuten um sind, du dir einen Kaffee aus der Küche holst und dich dieses großartige Gefühl überkommt, dass du so früh am Morgen schon eine wichtige Aufgabe erledigt hast. Schritt für Schritt dem großen Ziel näher kommen. Dann kann der Tag mit seinen vielen anderen Projekten kommen. Du willst mehr Tipps zum Thema Zeitmanagement? Dann schau mal in unseren Blog: Zeitmanagement Teil Eins & Zeitmanagement Teil Zwei.

Probiert die 90-90-1-Regel aus und schickt uns eure Erfahrungsberichte, wir sind gespannt :)!