Wie gewinnen ich Fachwissen und erweitere meine Kompetenzen?

Perspektiven durch Weiterbildung

Im Job ist es wichtig, up to date zu bleiben und neue Techniken, Systeme oder andere Kenntnisse oder Qualifikationen zu erlernen. Fortbildungen können auch dabei helfen der Karriere neue Impulse zu geben. Vielleicht geht dein Interesse ja noch viel weiter. Durch Weiterbildungen oder sogenanntes “Training on the Job”, kannst du die Qualifikationen und Wissen praxisnah erlernen.

 

Offene Kommunikation 

Bevor du dich auf neue Weiterbildungen stürzt, solltest du in dich gehen und dir über einiges klar werden.
Möchtest du eine Fortbildung machen, um dein Wissen und deine Kompetenzen zu festigen oder zu erweitern? Oder gibt es Themen oder Fähigkeiten, die dir noch nicht liegen und, die du erlernen oder verbessern willst? Du kannst eine Liste anlegen und dich ehrlich damit auseinandersetzen, wo du besser werden könntest oder was du gerne für deine Zukunft lernen willst. Bei diesem Thema darfst du dir auch Unterstützung bei der HR suchen. Sie kann dich beraten und dir einen Überblick über die Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens geben. Schulungen gibt es sowohl inhouse als auch über externe Dienstleister.

Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag zu Weiterbildungsmöglichkeiten im Job.

 

Training on the Job

Weiterbildungen gibt es in verschiedenen Formen. Doch wie lässt sich das theoretische Wissen am besten im beruflichen Arbeitsalltag einbinden? Durch “Training on the Job” wird das Wissen direkt praktisch erworben. Vom Azubi bis zum langjährigen Mitarbeiter ist dieses Modell für jeden geeignet.

Gerade beim beruflichen Einstieg nach dem Studium bietet das Training on the Job eine Vorbereitung auf die betriebliche Praxis.

Erfahrene Kolleginnen und Kollegen zeigen, wie man die Arbeit ausführt. Praktische Kenntnisse, die direkt trainiert werden, verarbeitet das Gehirn anders. Wissen und Arbeitsschritte innerhalb des Betriebs können direkt angepasst und genutzt werden. Das Training beruht auf regelmäßiger Kontrolle und Feedback. So lassen sich Fehler möglichst ausschließen. Mit dem Prinzip ‘Learning by Doing” kann direkt innerhalb des Lernprozesses eingegriffen werden.

 

Beim Training on the Job gibt es unterschiedliche Methoden

Die Ausbildung erfolgt in vielen Unternehmen als “Training on the Job”. Durch die Arbeit in verschiedenen Bereichen werden über den Zeitraum der Ausbildung das Wissen und die Abläufe innerhalb des Betriebs vermittelt.

 

- Training on the Job als Arbeitsplatzwechsel: 

In diesem Fall erhält der Mitarbeiter für eine bestimmte Zeit Einblicke in ein anderes bzw. für ihn relevantes Aufgabenfeld. Innerhalb der Job-Rotation erfolgt ein planmäßiger Wechsel des Arbeitsplatzes. In unterschiedlichen Abteilungen lassen sich Wissen und Erfahrungen aneignen und man erhält einen Überblick über das gesamte Unternehmen. Hospitationen und Auslandsaufenthalte sind besonders häufig bei Trainees und Mitarbeitern in hohen Positionen. 

Wie du schon im Studium Auslandserfahrung sammeln kannst, erfährst du hier.

Training on the Job als Job Enlargement:

Oft entsprechen die Aufgaben dem aktuellen Level der Anforderungen, doch ergänzen die bisherigen Tätigkeiten. Das Job Enlargement unterliegt der horizontalen Umstrukturierung. Die Aufgaben befinden sich auf derselben Hierarchiestufe. Diese Methode wird genutzt, um einen Nachfolger oder Stellvertreter einzuarbeiten. 

- Training on the Job als Job Enrichment:

Im Vergleich zum Job Enlargement unterliegt das Job Enrichment der vertikalen Umstrukturierung. Hier geht es um neue Aufgaben und mehr Verantwortung. Häufig erfolgt es nach einer Fortbildung oder Qualifikation und dient der Einarbeitung in die Praxis.

- Training on the Job als Coaching:

Als Ansprechpartner und Trainer übernimmt üblicherweise ein erfahrener Kollege oder Vorgesetzter das Training. Alternativ kann auch ein externer Coach eingesetzt werden, sofern die Qualifikationen und die Vermittlung passen. Themen wie Strategie oder Führung lassen sich auch über externe Coaches vermitteln.

Training on the Job in Projektgruppen:

Mitarbeitergruppen erlangen auch neue Kompetenzen. Nachdem sie in das Training eingeführt wurden, üben sie unterschiedliche Funktionen aus.
Durch weiterführende Aufgaben und Projekte in Projektgruppen besteht auch die Möglichkeit zur Kooperation und Austausch mit anderen.

 

Vorbereitung und Tipps auf das Training

Ob das Training on the Job für dich als beruflicher Einstieg im Job beginnt oder du es innerhalb deines Unternehmens als Weiterbildung nutzt – Du solltest du dich auf das Training vorbereiten.

 

Vorbereitung ist das A und O

Achte auf einen professionelle Dresscode. Es dürfte aus den Abteilungen oder vom Vorstellungsgespräch bekannt sein. Mach dich mit den Namen und Personalia der Trainer vertraut!
Vorab solltest du dir Gedanken machen, welcher Bereich für dich interessant und relevant ist. Mach dich mit deinen Stärken und Schwächen vertraut. Überleg dir, wie du sie sinnvoll einsetzen kannst. Versuch, so viel wie möglich zu recherchieren. Was ist das für ein Unternehmen? Was sind die Abteilungen oder Aufgabenbereiche? So bist du vorbereitet und weniger nervös.

 

Zeig deinen Einsatz

Gerade beim Einstieg fühlt sich das “Training on the Job” oft wie ein Sprung ins kalte Wasser an. Doch anstatt viel Theorie durchzuarbeiten, kannst du dir das Wissen gleich vor Ort aneignen. Du erhältst ein klareres Verständnis. Zeig Einsatzbereitschaft, indem du vielleicht noch weitere Aufgaben übernimmst oder andere Teilnehmer bei ihren Aufgaben unterstützt. So kannst du nicht nur mehr lernen, sondern auch dein Engagement und deine sozialen Kompetenzen unter Beweis stellen.

 

Fragen Stellen

Mach dir Notizen und stell Fragen! Wenn etwas nicht verständlich ist, solltest du dir komplexe Arbeitsschritte aufschreiben. Recherchiere im Nachgang nach Tipps oder Lösungen. So kannst du neben deiner Frage auch direkt Antworten präsentieren. Zeig, dass du dich konstruktiv mit komplexen Problemen auseinandersetzen kannst.

 

Nutze deine Fehler

Die praktische Umsetzung von Theorie und betrieblichen Abläufen ist ein Lernprozess, der nicht immer glatt läuft und bei dem auch Fehler passieren. Versuch diese Fehler anzunehmen und daraus zu lernen. Mach dir klar, worin der Fehler lag, damit du sowas in Zukunft vermeiden kannst. Bei großen Herausforderungen ist der Kollege oder Coach dein Ansprechpartner, der dir hilft.

 

Vernetzen

Auch Netzwerken ist bei Fortbildungen wichtig. Gerade auf Weiterbildungen für Teambuilding oder der Zusammenarbeit in Projektgruppen solltest du dich mit den Kollegen austauschen und vernetzen. Zeig Interesse und geh auf die Kollegen ein.