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... Seifenblasen?

Sie schillern in Regenbogenfarben und lassen nicht nur Kinderaugen strahlen: Seifenblasen verzaubern uns alle. Doch wie entstehen diese fragilen Gebilde eigentlich? Und welche Mixtur ist geeignet dafür?

„Seifenblasenflüssigkeit besteht aus Wasser und Tensiden, also Seifenmolekülen“, erklärt Armin Christian, Geschäftsführer des Herstellers Pustefix. „Dazu kommen Zusatzstoffe. Ein Verdickungsmittel macht die Flüssigkeit zäh, die Blasen platzen nicht so schnell.“ Das Tübinger Unternehmen Pustefix produziert die zähe, leicht klebrige Seifenblasenflüssigkeit nun schon seit 75 Jahren. Inzwischen rund 1,2 Millionen Liter jährlich!

 

Die Oberflächenspannung ist entscheidend

Technisch geht das mit dem Pusten so: Die Tenside drängen sich an die Grenzfläche zwischen Luft und Wasser. So verringern sie die Oberflächenspannung des Wassers. Folge: Die Oberfläche der Mischung ist elastisch und kann sich ausdehnen. „Jetzt kann man Luft in die Seifen-Wasser-Mischung blasen, ohne dass die Oberfläche sofort zerreißt“, sagt Christian.

Der Grund, warum aus purem Wasser keine Blasen entstehen: Die Wassermoleküle drängen sich zu dicht aneinander, die Anziehungskraft zwischen den Molekülen – die Oberflächenspannung – ist zu stark. Daher zerreißt die Wasserhaut beim Versuch, sie aufzublasen. Auch eine Tensid-Wasser-Mischung lässt sich nicht unbegrenzt ausdehnen, daher werden die Blasen kugelförmig. „Eine Kugel umschließt bei kleinstmöglicher Oberfläche das größtmögliche Volumen“, so Christian. In der Pustefix-Mixtur steckt übrigens auch ein Feuchthaltemittel: Es verlängert das „Leben“ der Blasen – so haben wir länger Freude daran.