Mit ein paar Brückentagen mehr aus den Urlaubstagen herausholen

Urlaub nehmen: So kann man die Brückentage nutzen und noch besser abschalten!

Keine Freizeit mehr verschenken! Ob Feiertage mit der Familie oder Freunden, Reisen oder einfach nur eine Pause zwischendurch – sobald es an die Urlaubsplanung geht, stellt man sich natürlich die Frage, wie man seine Urlaubstage am besten einplant. Warum die Auszeit nicht durch Brückentage verlängern? Wir zeigen dir, worauf du bei deiner Planung achten solltest und wie du mehr aus deiner Freizeit herausholen kannst.

 

Brückentage nutzen - Die Urlaubsplanung

Über das Jahr verteilt hat jedes deutsche Bundesland mindestens neun Feiertage im Jahr. Es können noch weitere Feiertage hinzukommen, das ist jedoch vom Bundesland abhängig. Und das Gute an den wunderbaren Feiertagen: Dank der Brückentage lässt sich der Urlaub noch um einige Tage im Jahr verlängern. Na, wenn das mal kein Grund ist, eine Session “Brückentage-nutzen-Planung” am nächsten Wochenende auf die Agenda zu setzen.

Bei Feiertagen, die unter der Woche liegen, besteht die Möglichkeit, aus einem Wochenende einen ganzen Kurzurlaub herauszuholen. Sollte ein Feiertag an einem Montag stattfinden, kannst du dir schon den Freitag oder noch den Dienstag als Brückentag dazu nehmen und dein Wochenende verlängern. Ein weiteres Beispiel wäre die Osterzeit. Durch den Karfreitag und Ostermontag könntest du mit nur 8 Urlaubstagen gleich 16 freie Tage planen. Würde man die Woche um den Karfreitag und Ostermontag mit 8 Urlaubstagen füllen, hätte man durch die Feiertage und Wochenenden schon das Doppelte rausgeholt. So lassen sich aus den gesetzlichen Urlaubstagen, mit Hilfe von Brückentagen, noch mehr freie Tage zum Entspannen oder Verreisen rausholen.

Alle Brückentage für das Jahr 2020 findest du unter diesem Link.

 

Urlaubsplanung und Zeitmanagement sind das A und O

Du hast deinen Urlaub smart geplant und die besten Zeiten für dich rausgeholt. Wenn du schnell bist, reichst du deinen Urlaubsantrag ganz fix ein. Sollte es an manchen Tagen nicht möglich sein, sind Kompromissbereitschaft und Verständnis während der Planung besonders wichtig. Denn Urlaub sollte für Entspannung sorgen und nicht für Stress.

Vielleicht steht der erste Urlaub auch schon bald an. Um deine Auszeit auch richtig genießen zu können, ist es wichtig, die Zeit vor dem Urlaub richtig zu nutzen und eine Übergabe für deine Kollegen zu planen. Damit dein Urlaub auch entspannt wird, nicht ständig dein Handy klingelt und du nach deinem Urlaub über den Stapel an Aufgaben gucken kannst, hier ein paar Tipps für dich:

 

1. Kollegen und Kunden über die Urlaubszeit informieren

Als Erstes solltest du mit deinen Kollegen abstimmen, was du vorhast und wann du Urlaub planst. Bei laufenden Projekten und der Zusammenarbeit mit Kunden, wäre es auch hier wichtig, frühzeitig Bescheid zu geben und sich über Deadlines und Aufgaben abzustimmen. Wann fängt dein Urlaub an, wann bist du wieder da?

 

2. Aufgaben und Zuständigkeiten - Die To-do-Liste

Um dir einen Überblick zu verschaffen, solltest du eine Liste mit deinen täglichen To-dos erstellen. Hieraus lässt sich dann eine Übergabe zusammentragen mit den anfallenden Aufgaben und Projekten, die während deiner Abwesenheit von deiner Vertretung übernommen werden. Da du selbst wahrscheinlich viel mehr im Thema steckst als deine Kollegen, kannst du bei der Übergabe ruhig etwas ausführlicher sein. Welche Arbeit kommt auf deine Kollegen zu? Für welche To-dos sind sie verantwortlich, während du die Füße hochlegst?

 

3. Rechtzeitige Planung

Fang lieber etwas früher als zu spät mit der Planung deiner Aufgaben an, am besten zwei oder drei Wochen vor deinem Urlaub. Vielleicht kannst du auch schon gemeinsam mit der Vertretung besprechen, wie sich die Übernahme der Aufgaben am besten gestalten lässt. Versuche, die Liste der anfallenden To-dos durchzugehen und vergiss nicht, wichtige Ansprechpartner oder Zugänge zu Accounts und digitalen Plattformen zu hinterlegen. Welche Bereiche deiner Tätigkeit lassen sich vorab gut planen, welche Informationen und Zugänge benötigen deine Kollegen, um dich zu vertreten.

 

4. Die Übergabe-E-Mail

Es wichtig die Vertretung über den letzten Stand und die anfallenden Aufgaben zu informieren. Mach dir eine Liste mit den Aufgaben, die bereits erledigt wurden, die noch ausstehen und natürlich auch mit den jeweiligen Deadlines. Hier sollten auch die Zuständigkeiten abgeklärt werden. Verweise deine Kollegen nochmal darauf, wo sie wichtige Dokumente, Ansprechpartner und Zugänge finden.

 

5. Abwesenheitsnotiz und Telefonumleitung

Die To-dos in deiner Abwesenheit hast du übergeben, doch bevor du endlich in den Urlaub kannst, folgt noch die Abwesenheitsnotiz für deine E-Mail. Sollte dich jemand kontaktieren, informiert die automatische E-Mail den Absender darüber, dass du nicht im Büro bist. Weise darauf hin, dass die E-Mail nicht weitergeleitet wird und du sie bearbeitest, sobald du wieder mit der Arbeit beginnst. Außerdem musst du für dringende Fälle die Angaben der Vertretung weitergeben mit Name, E-Mail und Telefonnummer. Tipp: An dieser Stelle auch direkt eine Rufumleitung einstellen. Nun kann der Urlaub endlich beginnen!

 

Work-Life-Balance: Brückentage zum Entspannen nutzen

Du hast dich schon lange auf deine Auszeit gefreut, doch irgendwie lässt dich die Arbeit nicht los? Versuch abzuschalten und dich etwas abzulenken. Beginn vielleicht mit einem guten Buch, dass du schon lange lesen wolltest, einer Meditation oder einem Spaziergang.

Urlaub ist nicht nur eine schöne Auszeit, sondern auch wichtig für die körperliche und seelische Gesundheit. Work-Life-Balance heißt nicht nur, während der Arbeitszeit die Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu halten, sondern auch den Urlaub, der dir gesetzlich zusteht, so zu nutzen, dass du Kräfte sammeln und dir etwas Ruhe ermöglichen kannst. So steht es auch im Bundesurlaubsgesetz.

Mehr noch: Wie Forschungen bewiesen haben, bringt Urlaub Erholung, weil die Menge an Stresshormonen wie Cortisol im Körper sinkt. Schon wenige Urlaubstage wirken gegen Kopf-, Rücken- und Bauchschmerzen. Im Urlaub bekommt man meistens auch mehr Sonnenlicht ab, ob am Strand, im Garten oder beim Spaziergang. Sonnenlicht steigert die Produktion des Neurotransmitters Serotonin und führt zu einer großen Portion von Glückshormonen, wodurch man zufriedener, ruhiger und gelassener wird. Seien wir mal ehrlich: Macht Sonne nicht einfach glücklich?!

 

Im Urlaub arbeiten? Lieber nicht!

Für die Workaholics unter uns: Versuch dir bewusst zu machen, dass Urlaub wichtig ist und sowohl dir als auch deiner Arbeit hilft. Ohne Auszeiten kommt man in einen Erschöpfungszustand und wird unkonzentriert, müde und macht Fehler. Erholte Menschen arbeiten schneller, können besser mit Problemen umgehen und Lösungen finden. Der Ausgleich hilft im Umgang mit den Kollegen und wirkt sich sogar auf die Kreativität aus. Ran an die Planung – und nimm dir Zeit zum Entspannen!