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Warum eigentlich ist die Blutgruppe 0 so wichtig?

Heidelberg. Jeder Mensch gehört einer von acht Blutgruppen an. Diese unterscheiden sich durch die Oberflächenstruktur der roten Blutkörperchen: A, B, AB und 0, jeweils mit positivem und negativem Rhesusfaktor. Bei einer Bluttransfusion müssen die wichtigsten Merkmale von Spender- und Empfängerblut übereinstimmen. Sonst wird es gefährlich: Die roten Blutkörperchen verklumpen und können Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid nicht mehr in die Zellen transportieren. Das kann unter Umständen sogar zum Tod führen.

 

Universalspender sehr selten

„Welche Blutgruppe ein Mensch hat, hängt von den Antigenen auf den roten Blutkörperchen ab“, erklärt Professor Stefan Meuer, Direktor des Instituts für Immunologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Blutgruppe A enthält zum Beispiel das Antigen A. Dazu kommt: „Sind spezielle Proteine auf der Membran der roten Blutkörperchen vorhanden, spricht man von Rhesus-positiv “, erklärt Meurer. Rhesus-negative Patienten können nur Rhesus-negatives Blut erhalten, für Rhesus-positive Menschen spielt dieser Unterschied keine Rolle. Wer Blutgruppe 0 negativ hat – nur 6 Prozent der Bevölkerung –, besitzt gar keine Antigene. Das Blut dieser Universalspender kann – gerade im Notfall – ohne Komplikationen an alle übertragen werden.