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Warum eigentlich kann Seife effektiv Viren bekämpfen?

Heitersheim. Seife macht nicht nur sauber, sie bekämpft auch effektiv Viren – wie Covid-19. „Seife entfernt fettigen Schmutz, das kennt jeder vom Händewaschen“, erklärt Expertin Barbara Olbrich-Deußner vom Seifenhersteller Kappus in Heitersheim. Auch das Corona-Virus ist von einer fettigen Hülle umgeben: „Seife bricht diese Hülle auf, das Virus wird inaktiviert und kann sich nicht mehr vermehren.“

 

Ein Seifenstück entfaltet mehr Wirkung als Flüssigseife

Der Grund: Seife ist eine waschaktive Substanz (Tensid) und verringert die Oberflächenspannung des Wassers. Die Seifenmoleküle bestehen aus einem wasseranziehenden (hydrophilen) Kopf, der sich mit dem Wasser verbindet. Und einem wasserabweisenden (hydrophoben) Schwanz, der sich mit Fett verbindet.

Viren sind umgeben von einer Fetthülle mit Proteinen: Seife bricht sie auf, mit Wasser spült man sie anschließend weg. Der Seifenschaum erreicht beim gründlichen Händewaschen auch unzugängliche Stellen wie Falten oder Bereiche um die Fingernägel. Der Vorgang braucht allerdings etwas Zeit: „Man sollte sich mindestens 20 bis 30 Sekunden lang die Hände einseifen“, weiß Olbrich-Deußner. „Gründlich abspülen und mit einem Einmalhandtuch gründlich abtrocknen.“

Übrigens: Die mechanische Reibung beim Händewaschen mit einer festen Seife verstärkt ihre Wirkung gegenüber Flüssigseife.