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Vorstellungsgespräch: Stärken und Schwächen

„Was sind Ihre Stärken und Schwächen?" Der Klassiker unter den Fragen im Vorstellungsgespräch. Manchmal wird die Frage nach den Stärken und Schwächen indirekter gestellt:

  • Welche Eigenschaften würden ehemalige Kunden, Kollegen oder Chefs Ihnen nachsagen?
  • Was könnten andere an Ihnen kritisieren?
  • Wie würden Freunde Sie beschreiben?
  • Welche Eigenschaft würden Sie gern an sich ändern?”
  • Was ärgert Sie im beruflichen Alltag?
  • An welchen Merkmalen müssen Sie noch arbeiten?

Also, haltet die Ohren gespitzt! Wir haben hier ein paar Tipps und Tricks, wie du Schwächen möglichst charmant verkaufst und Stärken möglichst klug, ohne zu übertreiben oder zu tief zu stapeln.

Stärken im Vorstellungsgespräch kommunizieren
Im Bewerbungsgespräch geht es nicht darum, wahllos eine große Anzahl an Stärken aufzuzählen. Das wirkt zum einen unglaubwürdig und zum anderen sollten die Stärken zur ausgeschriebenen Stelle passen.

Hier drei Beispiele, mit denen du punkten kannst:

  • Flexibilität:
    Du hast öfters Aufgaben außerhalb des eigentlichen Verantwortungsbereichs übernommen?
    Dir macht es nichts aus, Ad-hoc-Projekte freiwillig zu übernehmen?
    Das sind gute Beispiele, die aufzeigen, dass Flexibilität als Stärke nicht nur eine Floskel ist.
  • Teamfähigkeit:
    Du kannst dich schnell in ein neues Team integrieren.
    In einem Team kann man voneinander lernen und sich gemeinsam unterstützen, so dass die Ziele gemeinsam erreicht werden.
    Teamfähigkeit ist top! 
  • Selbstständigkeit:
    Du arbeitest gerne selbstständig und übernimmst auch gerne Verantwortung.
    Die Gruppenprojekte die du gemanagt hast, wurden stets zur Zufriedenheit der Vorgesetzten abgeschlossen.

Frage dich selbst, wo du richtig gut bist und welche Kompetenzen du hast - fachlich aber auch darüber hinaus. Die Rede ist von den so genannten Soft Skills. Überlege dir, was andere an dir mögen und schätzen. Schreibe die Eigenschaften auf, damit du sie in deinem Bewusstsein sind. Am besten du nennst bei jeder Stärke ein konkretes Beispiel. Als Stärken gelten

  • Anpassungsfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Freundlichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Kreativität
  • schnelle Auffassungsgabe
  • Organisationstalent
  • Pünktlichkeit
  • Einsatzbereitschaft
  • Loyalität
  • Zielstrebigkeit
  • Lernfähigkeit

Schwächen zugeben
Wenn man dann direkt oder auf Umwegen nach Schwächen gefragt wird, nützt alles nichts, eine Antwort muss her. Die Erfolgsformel für die richtige Antwort lautet "Ehrlichkeit plus positive Aspekte". Bei der Nennung der Schwäche ist es sehr wichtig, im selben Atemzug darauf zu verweisen, dass du das Problem nicht nur erkannt hast, sondern bereits daran arbeitet, es aus der Welt zu schaffen. Beschreibe, wie du dich fachlich und persönlich weiterzuentwickelst.

  • „Es fällt mir schwer, zu anderen Nein zu sagen. Manchmal habe ich deshalb zu viele Projekte übernommen. Ich versuche nun, besser abzuwägen, ob ich die zusätzliche Aufgabe tatsächlich bewältigen kann, bevor ich anderen Hilfe zusage.“
  • „Ich telefoniere nicht gerne. Es hilft mir jedoch, vorher ein Skript zum Gesprächsverlauf zurechtzulegen. Dann fühle ich mich besser vorbereitet und weiß genau, was ich sagen möchte – das gibt mir Sicherheit bei Telefonaten.“
  • „Ich gehe manchmal zu viele Dinge gleichzeitig an. Ich habe jedoch begonnen, mir eine To-do-Liste zu erstellen und mich so besser zu organisieren. Seitdem fällt es mir sehr viel leichter, den Überblick zu behalten.“

Bei der Nennung von Schwächen sollten auf jeden Fall jene vermieden werden, die sich negativ auf den gewünschten Job auswirken könnten. Negative Merkmale, die in dieser Form nicht genannt werden sollten, sind beispielsweise: „Ich habe ein großes Problem, Deadlines einzuhalten“ oder „Pünktlichkeit ist ein Problem für mich“. Auch bei den Schwächen gilt, dass du zu jeder Schwäche auch ein Beispiel nennen solltest.

Noch ein Tipp für dein Vorstellungsgespräch: Vorbereitung ist das A und O 
Bei den Fragen nach Schwächen und Stärken ist die Vorbereitung das A und O. Denn wenn du im Gespräch erst überlegen musst, wie und was du antworten sollst, gerätst du schnell aus dem Konzept und kannst dich nicht mehr auf die Antworten konzentrieren. Dabei muss es gar nicht so weit kommen. Gerade über diese Fragen kannst du dir sehr gut im Voraus Gedanken machen und dich perfekt vorbereiten.

Letztendlich geht es darum, dass du reflektierst, wo deine Stärken und Schwächen liegen, welche Ziele du beruflich verfolgst und wie gut du und deine Wertvorstellungen zu deinem Wunsch-Arbeitgeber passen.

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