Aller Anfang ist schwer: Deine erste Traineestelle

Du hast die Bewerbung überstanden und konntest die Personalabteilung überzeugen. Jetzt wartet deine erste Traineestelle auf dich: „Tschüss Uni, hallo Berufsleben”. Der Berufseinstieg ist geschafft. Doch wie verhältst du dich in den ersten Tagen und Wochen? Worauf musst du besonders Acht geben? Was sind die Dos und Dont’s des Trainee-Daseins? Und vor allem: Wirst du Kuchen mitbringen?

Traineeprogramme können sehr fordernd sein. Sie sollen dich auf eine Fach- oder Führungskarriere vorbereiten. Du wirst in verschiedene Abteilung reinschnuppern, eine Menge Leute kennenlernen und sehr, sehr viel über Arbeitsorganisation, Teamarbeit und Zeiteinteilung lernen. Das heißt auch, dass du dich mental darauf einstellen solltest, eine steile Lernkurve zu bewältigen und am Ball zu bleiben. Hey Trainee, du packst das!

Dein Alltag als Trainee - Mit der „Job-Rotation” in die Führungsetage

Die meisten Traineeprogramme sind so aufgebaut, dass du dich langfristig gut orientieren kannst. Zu Anfang wirst du sicherlich einige Aufgaben erledigen, die nicht ganz zu deinen Vorstellungen passen. Denn du lernst nicht nur unterschiedliche Bereiche des Unternehmens kennen und bekommst einen Überblick, du arbeitest auch in Fachabteilungen, mit denen du vielleicht nicht so viel anfangen kannst. Am besten saugst du alles Wissen auf, das dir geboten wird - auch wenn du schon weißt, wo du am Ende deines Traineeprogramms sein willst. Chefsessel, ne? Nimm dir auf jeden Fall konkrete Ziele vor!

Dass du die Vielfalt eines Unternehmens mit der sogenannten „Job-Rotation” vermittelt bekommst, hat einen ganz speziellen Grund: Traineeships sind so etwas wie eine praktische Ausbildung für Führungskräfte. Du sollst lernen, wie eine Führungskraft zu denken und dafür musst du alle Abteilungen eines Unternehmens kennen. Schließlich wirken sich deine späteren Entscheidungen auf diese Abteilungen aus. Je mehr du an die Konsequenzen deines Handeln denkst, desto ausgewogener und verantwortungsvoller werden die Entscheidungen ausfallen.

Deine Traineestelle: “Training on and off the job”

Die beiden wichtigsten Bestandteile deiner Traineeausbildung sind der Praxis- und der Theorieteil. Im Trainee-Jargon: „Trainings-on-the-job” und „Trainings-off-the-job”. Sei darauf vorbereitet, dass du kleinere Projekte übernimmst oder ein bestehendes Team tatkräftig unterstützt. In der täglichen Praxis lernst du am meisten, auch wenn es manchmal nicht einfach ist. Tag für Tag wirst du merken, wie du dich persönlich weiterentwickelst und deinen Aufgabenbereich immer besser abdeckst. Man wächst schließlich mit seinen Aufgaben.

Der Theorieteil „Trainings-off-the-job” besteht aus Weiterbildungen, Coachings und Seminaren. Diese Lerneinheiten sollen dich fachlich und methodisch weiterbringen. Das heißt, du bekommst das Handwerkszeug an die Hand, das du während deines Berufseinstiegs und auch später in deiner Karriere brauchen wirst. In international ausgerichteten Traineeprogrammen kannst du zum Beispiel auch Fremdsprachenkurse belegen oder etwas über andere Kulturen erfahren. Auch hier gilt: Nimm alles mit, was dich weiterbringt und suche gezielt nach Kursen, die zu deinen Zielen passen.

Traineeship - Kontakte knüpfen und Beziehungen pflegen

Eine sehr wichtige Säule der Trainee-Ausbildung ist das „Networking”. Du arbeitest mit deinen zukünftigen Kollegen zusammen, besuchst mit ihnen Seminare und wirst vielleicht in zwei Jahren mit ihnen mehr Verantwortung übernehmen. Das heißt: Teamwork ist angesagt! Diese Beziehung zu knüpfen und zu pflegen, ist wichtig für deine Zukunft und die des Unternehmens. Im Traineeprogramm hast du ausreichend Gelegenheit, dein Netzwerk an Kontakten auszubauen, von den Erfahrungen der aktuellen Führungskräfte zu profitieren und die Regeln des „Business” zu lernen. Suche das Gespräch und sei offen für dein Gegenüber.

Dos and Don’ts beim Traineeship

Du musst nur ein paar Basics beachten, damit du dich bei deinem Traineeprogramm stetig weiterentwickelst. Arbeite vor allem an dir und deiner Persönlichkeit, dann meisterst du dein Fach und die Methoden, die in diesem Fach zur Anwendung kommen. Denn am Ende des Traineeprogramms sollst du bereit sein für eine Fach- oder Führungskarriere - sowohl fachlich als auch persönlich.

Dos:

  • Sich schon vorab umfassend informieren
  • Lernwillig und offen sein
  • Locker sein und authentisch bleiben
  • Das Gespräch suchen und Fragen stellen
  • Ziele haben und konsequent verfolgen
  • Am Ball bleiben und Durchhaltevermögen zeigen
  • Mit seinen Aufgaben wachsen und Engagement einbringen
  • Fehler machen und daraus lernen
  • Feedback annehmen und zuhören
  • Das eigene Handeln selbst reflektieren

Don’ts:

  • Keine Ahnung von dem haben, was dich erwartet
  • Altklug daherkommen und schon alles wissen
  • Kein Wort rausbekommen und Desinteresse zeigen
  • Kein Plan A, kein Plan B und kein Plan C haben
  • Den Kopf in den Sand stecken und aufgeben
  • Zu viel wollen und jeden Tag 2 Überstunden machen
  • Zu wenig wollen und den Stift zu Feierabend fallen lassen
  • Ein und denselben Fehler mehrmals machen
  • Die Ohren auf Durchzug schalten
  • Sich nicht selbst hinterfragen

Wir wünschen dir viel Erfolg und alles gute für deine Karriere! Wenn du mehr Tipps zum Berufseinstieg oder dem Berufsleben erhalten willst, dann statte unserem Blog doch einen Besuch ab: Tipps zum Berufseinstieg.

 



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