Arbeitswelt 4.0: Ohne Englisch im Berufsleben geht's nicht

Überzeugendes Anschreiben, einwandfreier Lebenslauf, Zeugnisse mit Bestnoten, vielleicht noch ein Ehrenamt und erste praktische Erfahrungen in Form von Praktika – die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Bewerbung können sehr unterschiedlich ausfallen. Die Schwierigkeiten liegen bekanntlich im Detail, Wunsch und Wirklichkeit stimmen auch nicht immer überein.

Ein sehr wichtiges Detail sind Fremdsprachenkenntnisse. In vielen Bewerbungen sind sie nur eine Randnotiz. Aber immer mehr Stellenausschreibungen legen den Fokus auf Fremdsprachen und Auslandserfahrungen. Vor allem dann, wenn international agierende Unternehmen Stellen ausschreiben.

Bewerbung in Englisch - Oh noooo!

Wenn ihr euch auf Stellenanzeigen bewerbt, die Englisch als “Must have” angeben, ist es häufig auch üblich, die Bewerbung gleich in Englisch zu verfassen. Oh noooo! Das ist natürlich keine leichte Aufgabe, denn die Formulierungen müssen sitzen. Sie dürfen nicht gespickt sein mit sogenannten “false friends” und anderen Anfängerfehlern. Ein klassisches Beispiel: “to become” bedeutet “werden” und nicht “bekommen”, das mit “to get” übersetzt werden würde. Alrighty?

Vor dem Hintergrund einer englischen Bewerbung bekommen diese “false friends” eine noch wichtigere Bedeutung: Wer in seiner Bewerbung solche Fehler macht, findet sich unmittelbar auf dem roten Bewerbungsstapel wieder. Failed. Also solltet ihr größte Sorgfalt walten lassen, wenn es um das Verfassen einer englischen Bewerbung geht. Am besten lasst ihr die Bewerbung von einem Muttersprachler gegenlesen.

Noch ein Tipp: Achtet darauf, dass ihr das richtige Englisch verwendet, denn britisches Englisch (BE) wird in einem amerikanischen Unternehmen eben nicht gesprochen. Dort gilt das amerikanische Englisch (AE) als Standard. Bei beiden Varianten gibt es kleine, aber feine Unterschiede.

Vorstellungsgespräch auf Englisch - cooooool bleiben!

Ok, ihr habt es auf den grünen Bewerbungsstapel geschafft. Die Bewerbung auf Englisch war gut, jetzt steht das Vorstellungsgespräch an. Nun werdet ihr geprüft, ob ihr live auch so ein flüssiges Englisch sprecht wie in der Bewerbung. Schlotternde Knie? Keine Sorge, atmet tief durch und bereitet euch, so gut es geht, vor. Personaler wollen oft wissen, ob ihr spontan seid und englische Antworten aus dem Stand geben könnt. Und natürlich, ob eure Angaben in der Bewerbung stimmen.

Tipp: Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob eure Englischkenntnisse dafür ausreichen, geht damit ehrlich um und dreht es ins Positive. Sagt im Gespräch ruhig, dass ihr daran arbeitet, besser zu werden und nennt konkrete Schritte, wie ihr das bereits angeht. Ihr könntet einen Abendkurs besuchen oder mit einem Tandempartner Englisch lernen.

Verhandlungssicheres Englisch - läuft bei dir!

Auch bei Start-ups mit internationalen Mitarbeitern und Experten aus vielen verschiedenen Ländern ist Englisch üblich und wichtig! In diesen Unternehmen ist es ganz normal Englisch zu sprechen und wer hier arbeiten möchte, muss wohl oder übel ins kalte Wasser springen und jeden Tag etwas über die englische Sprache dazulernen.

Für ein verhandlungssicheres Englisch sind eine gute theoretische Grundlage und mehrere Jahre praktische Übung notwendig. Verhandlungssicher bedeutet, dass ihr die feinen Nuancen einer Sprache versteht und euch auch in fachlichen Diskussionen sicher verständigen könnt. Geht es um die Kommunikation mit Kunden und Vertragspartnern, könnt ihr euch auch hier gut verständlich machen und versteht, wenn euer Gegenüber euch abblocken oder übervorteilen möchte.

Denn verhandlungssicher heißt auch, dass interkulturelles Wissen vorhanden ist und ihr die Kultur und die Menschen, die in ihr leben, zumindest zu einem Teil versteht. Insbesondere dann, wenn es um Gestik, Mimik und die landestypischen Gepflogenheiten geht. Diese Dinge lernt ihr natürlich am besten bei einem Auslandsaufenthalt.

Arbeiten in internationalen Kontexten - let’s go!

Englisch ist aus unserer Arbeitswelt schon jetzt nicht mehr wegzudenken. Englisch ist Weltsprache und wird in den meisten Ländern als erste Fremdsprache gelehrt. Zudem ist sie die offizielle Sprache von internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen und von vielen international agierenden Unternehmen. Die Frage ist also nicht: Muss ich das lernen? Sondern: Spreche ich fließend Englisch und weiß ich etwas über englisch sprechende Länder und die Menschen dort? In den allermeisten Fällen wissen wir nämlich nicht genug und können unsere Englisch-Skills immer verbessern! Let’s go!



Tags