Auslandsreisen für Deine Persönlichkeits­entwicklung

Auslandserfahrungen werden immer präsenter in Personalgesprächen und das nicht ohne Grund: Eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena hält fest, wer im Ausland gelebt und studiert hat, ist wesentlich ausgeglichener und verträglicher! Wie die Psychologen zu diesem Ergebnis gekommen sind und welche Möglichkeiten euch in eurem Studium zur Verfügung stehen, das erfahrt ihr jetzt!

 

Die Studie

Eine Auslandserfahrung ist immer prägend. Man sammelt jede Menge Eindrücke. Inwieweit sich die Persönlichkeit nach einem Auslandsaufenthalt verändert, untersuchten die Psychologen Julia Zimmermann und Franz Neyer nach dem Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeitspsychologie. Die Kategorien: Labilität vs. Stabilität, Geselligkeit vs. Extraversion/Introversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit. In einem Zeitraum von acht Monaten wurden 1134 Studenten befragt. Davon waren 527 Studenten im Ausland und die restlichen 607 in ihrem gewohnten Umfeld in Deutschland. Die Veränderungen, die in der Persönlichkeit der Befragten bei diesem Experiment ausgewertet wurden, stellen wir euch jetzt vor!

 

Die Stunde der Wahrheit

Ein Teil der Auswertung erfolgte durch die Gegenüberstellung der beiden Gruppen von Studenten, jeweils mit und ohne Auslandsaufenthalt. Die Studenten, die sich für einen Auslandsaufenthalt entschlossen hatten, bewiesen eine deutliche Offenheit gegenüber neuen Herausforderungen. Zusätzlich wurde eine soziale sowie emotionale Stabilität bei den Probanden festgestellt. Die These, dass eine wesentliche, positive Veränderung der Persönlichkeit stattfindet, wenn man auf Reisen ist, wurde somit durch dieses Experiment bewiesen. Ausschlaggebend seien dabei vor allem die neuen Freunde, die man während des Aufenthaltes kennenlert, die etwas zur Gesamterfahrung beitragen und die Bildung von neuen Beziehungen und Freundschaften fördern. Natürlich sind ein Auslandsaufenthalt und die dabei gemachten Erfahrungen sehr vielfältig, dennoch stufen die Ergebnisse einen Auslandsaufenthalt als etwas Positives ein und das finden wir auch! Die Organisation eines Auslandssemesters kann sehr komplex und an manchen Punkten auch überwältigend sein, aber auch das sollte nicht im Weg stehen. Deshalb erfährst du im nächsten Abschnitt, wie du deine Zeit im Ausland am besten planst und welche Informationsquellen du am besten im Auge behalten solltest!

 

Erasmus & DAAD

Die Entscheidung, ein Auslandssemester zu absolvieren, kann für jeden anders ausfallen. Bei manchen ist das von Anfang an im Studium eingeplant, bei anderen ist es jedoch ein großer Schritt und erfordert viel Mut. Wir sagen, rein ins Abenteuer! Organisationen wie Erasmus+ oder der DAAD bieten viele Informationen und praktische Hilfe bei der Vorplanung eines Auslandssemesters und das Beste ist: Finanzielle Unterstützung bieten sie ebenfalls an! Wer innerhalb Europas bleiben möchte, der hat mit Erasmus+ die besten Möglichkeiten. Es wird von vielen Universitäten in europäischen Ländern gefördert und bietet je nach Land auch eine unterschiedlich gestufte finanzielle Unterstützung. So bekommen Erasmus-Studenten in der Schweiz einen höheren Beitrag als Studenten, die ihr Erasmus Semester zum Beispiel in Polen absolvieren. Du möchtest nach “Übersee” und neue Kontinente entdecken? Dann ist der DAAD deine Anlaufstelle! Neben zahlreichen Informationen zu Auslandssemestern oder -praktika bieten sie auch  auch finanzielle Unterstützung! Wer sich von der Bürokratie nicht abschrecken lässt, dem empfehlen wir zusätzlich einen Antrag auf Auslandsbafög zu stellen. Häufig hat man hier die Chance auf weitere finanzielle Unterstützung, alle Informationen dazu findet ihr hier.

Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten und Hilfestellungen, ein Auslandsabenteuer anzugehen. Habt Mut und nutzt diese Zeit – ihr werdet es nicht bereuen und eure Persönlichkeit kann sich dabei positiv entwickeln!

 

 

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