It`s break-o'clock – Eine gute Pausenregelung für die Arbeit

Es ist gar nicht so wichtig, was man macht – Hauptsache, man macht es regelmäßig. Die Rede ist von der Pause. Denn, wer pausenlos ackert, macht Fehler, wird langsam und vielleicht sogar krank.

Der Mensch ist keine Maschine und Arbeitszeiten sind gesetzlich geregelt

Aber was so simpel klingt, ist im Alltag gar nicht so leicht. Termine drängen sich dicht aneinander, ein Call jagt den nächsten, die To-do-Liste erscheint endlos lang. Stress steht häufig auf der täglichen Agenda: Zu groß, zu hoch sind häufig die Erwartungen, denen man gerecht werden muss oder möchte.

Pausen? Fehlanzeige! Pausen hindern doch nur am Weiterkommen. FALSCH!

Denn wer regelmäßig Ruhezeiten einlegt, hat einen geringeren Stresspegel und mehr Energie für den Job. Präsenz und Anwesenheit sagen nichts über die tatsächliche Produktivität aus.
Zudem sind die maximalen Arbeitszeiten gesetzlich geregelt: In §4 des Arbeitszeitgesetzes heißt es, dass bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden mindestens 30 Minuten Pause drin sein müssen. Bei Arbeitszeiten von mehr als neun Stunden sind es 45 Minuten. Die Pausen können auf Einheiten á 15 Min aufgeteilt werden, aber länger als sechs Stunden darf kein Arbeitnehmer ohne Ruhepausen beschäftigt werden.

Einfach mal durchatmen und in der Ruhepause neue Energie tanken

Die Erholung ist etwas Notwendiges, man darf sie nicht vernachlässigen. Ohne regelmäßige Erholung sinkt die Leistungsfähigkeit. Das ist wissenschaftlich nachgewiesen. Arbeit beansprucht unsere geistigen, emotionalen und motivatorischen Ressourcen. Dauer und Intensität führen zur Ermüdung.

Wenn dir also beim besten Willen keine Idee für richtige Formulierung der Mail an einen wichtigen Kunden in den Kopf kommt, gönn dir mal fünf Minuten Auszeit.

Denn diese kleine Pause kann Wunder bewirken. Die besten Ideen und Lösungsansätze für Probleme bekommen wir nicht dann, wenn wir angestrengt darüber nachdenken oder auf andere Weise daran arbeiten – sondern dann, wenn wir zur Ruhe kommen. Wer kennt es nicht, dass einem die Knaller-Idee für das das Konzept unter der Dusche oder beim Einschlafen durch den Kopf jagt?

Der Erholungseffekt ist am Anfang einer Pause am größten. Bedeutet, wer also häufig kleinere Pausen einlegt, wird über den ganzen Arbeitstag produktiver arbeiten können.

Eine Ausnahme gibt es: Die Pause im Leistungstief. Bei den meisten Menschen ist das etwa in der Mittagszeit. Da kommt dann eine ausgedehnte Pause gerade richtig. 

Pausentipps für Arbeitnehmer: Was für Pausen gibt es?

Kurzpausen. Ideal sind etwa zwei bis drei Kurzpausen von etwa fünf Minuten am Vormittag und Nachmittag. Besonders effektiv werden diese, wenn man sich bewegt und eine Tätigkeit wählt, die im Kontrast zur eigentlichen Arbeit steht. Heißt, nach einem Meeting mit Kollegen kurz alleine nach frischer Luft schnappen und so das Gedankenwirrwarr sortieren. Oder: Nach einer konzentrierten Konzeptphase auf einen kurzen Schnack in die Küche.

Bildschirmpausen: Klebt nicht die ganze Zeit mit den Augen am Bildschirm. Denn auch die Augen brauchen mal eine Pause. Eine Stunde Computerarbeit, 5 Minuten „Bildschirmpause“.  Den Blick schweifen lassen, den Kopf kreisen oder einfach mal eine kleine Nacken-Übung einlegen. Oder einfach ein paar Unterlagen wegsortieren und das schon so lange aufgeschobenen Telefonat erledigen, die Augen werden es euch danken!

Mittagspause: Eine gute Mittagspause ist mindestens 30 Minuten lang. So finden Körper und Geist Abstand zur Arbeit. Im Idealfall ist Zeit für ein leichtes Mittagessen und eine Runde an der frischen Luft, um neue Energie zu tanken.

In drei Steps zur perfekten Mittagspause!

1.     Abstand von der Arbeit gewinnen. Im besten Fall wird die Arbeit nicht nur gedanklich losgelassen, sondern auch der Arbeitsplatz verlassen. Sich auch räumlich von Büro oder Arbeitsplatz zu entfernen, hilft beim “Disconnecten”!

2.     Körperlich und geistig erholen: macht etwas was euch Spaß macht, was im Kontrast zur Arbeit steht.

3.     Back to work: Wo war ich gerade, wie geht es jetzt weiter? Gedanklich und gefühlsmäßig auf die nächste Arbeitsphase einstellen.

 Also, schnapp dir einen Tee oder Kaffee und dreh mal eine Runde um den Block! Du wirst sehen, danach startest du mit einer ganz neuen Energie.

 

 

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